Grußwort des Direktors

Die Oper singt für die Welt

 

Das Jahr 2018 war für seinen Schwerpunkt auf Oper als globales Phänomen bemerkenswert. Europa kann sich zwar als Geburtsort der Oper hervortun, ist aber längst nicht mehr ihr einziger Wirkungsort.

 

Das World Opera Forum letzten Frühling, das so großzügig vom Teatro Real in Madrid ausgerichtet wurde, war ein freudvolles Ereignis, mit erfrischenden Diskussionen über Kulturerbe, neue Werke, Diversität und Image-Kampagnen angereichert. Das Forum stärkte unsere Verbindungen mit unseren Partnerorganisationen Opera America und Ópera Latinoamérica und erreichte auch unsere Kollegen in Asia, Afrika und Ozeanien. Die Herausforderung ist nun: Wie geht es mit uns weiter?

 

Im September besuchte ich drei Städte in Sibirien und war begeistert von der Freundschaft und dem Verlangen nach engeren Verbindungen von Theatern in Novosibirsk, Krasnoyarsk und Yakutsk. Zwei Mitglieder von Opera Europas Vorstand, Mathieu Jouvin und Lauri Pokkinen, wurden diesen November nach Moskau eingeladen und konnten unsere Benchmarking-Initiative des Verbandes Russischer Theater vorstellen.

 

Unsere Herbstkonferenz, die an vier verschiedenen Theatern in Paris stattfand, nahm die Imagination zum Thema, um Ideen zu sammeln, wie wir eine vitalere Rolle in der heutigen Gesellschaft gestalten können. Sie können einige Gedanken dazu in unseren Paris-Rückblicken auf den Seiten 8-9 und 12-13 dieses Rundbriefes lesen.

 

Während der Paris-Konferenz versuchte ich, nicht so erfolgreich wie erwartet, einen Konsens für eine Opernkampagne zu finden. Es wird nicht einfach, aber auch nötig sein, wenn die Oper überleben soll. Also werde ich mich nicht für ein erstes Manifest und einen Aktionsplan auf den Seiten 10-11 dieses Rundbriefes entschuldigen.

 

Das Ziel unserer Kampagne wird sein, weltweit ein Echo zu finden, und wir möchten, dass all unsere Mitglieder dabei sind, so dass das Jahr 2019 einen wirklichen Unterschied macht und unsere Stimme ein Lied für die Welt wird.

 

Nicholas Payne