7 Monate OperaVision und es geht weiter…

OperaVision ist 7 Monate alt und beginnt zu fliegen. Luke O’Shaughnessy, OperaVisions Projektmanager, blickt auf die kurzen und weitgehend erfolgreichen ersten Monate von OperaVision zurück.

Seit seinem Start im Oktober 2017 hat unser Kanal 813.942 Aufrufe über alle seine Kanäle erhalten - das sind Social Media und der OperaVision-Kanal selbst. Seit Februar wächst unser Kanal mit einer beeindruckenden Rate von etwa 1000 neuen YouTube-Abonnenten pro Monat.

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Dieser Erfolg sollte im Kontext eines zunehmend wettbewerbsintensiven Streaming-Marktes gesehen werden. Unsere erste Mission bestand darin, die neue Marke „OperaVision" zu etablieren, wobei das Projekt bereits unter dem Namen "The Opera Platform" bekannt war. Die parallele Herausforderung bestand darin, ein Programm zu entwickeln, das unsere Plattform als Ort für die Europäische Oper im Internet auszeichnet.

Für diese Bemühungen sind wir den 30 Mitgliedern von Opera Europa dankbar, die Energie und Ressourcen zur Verfügung gestellt haben, um OperaVision erfolgreich auf den Weg zu schicken. Wie Sie unten sehen, haben viele Partner OperaVision mit Leidenschaft beworben - sei es auf Stadtplakaten, in Abendprogrammen der Vorstellungen, über Posts in sozialen Medien oder über einen speziellen Link auf ihren Homepages.

Eine eigene OperaVision-Seite auf der Webseite der Den Norske Opera, die im April La traviata und einen Weltrekordversuch von 3000 Menschen, die live vom Dach des Opernhauses Va pensiero sangen, streamte.

Das Teatro Regio Turin bewirbt Turandot in seinem Programm. Diese Produktion ist bis heute auf OperaVision mit über 40.000 Views die beliebteste Oper.

Die polnische Nationaloper initiierte eine große OperaVision Kampagne anlässlich ihres Streams von Eros & Psyche am 21. März. Bushäuschen und Reklametafeln in ganz Warschau waren von den Plakaten geschmückt.

Das Opernprogramm dieser Partner war ein Fest. Allein der Monat März beinhaltete eine unvergleichliche Mischung verschiedener Produktionen aus dem ganzen Kontinent: die jüngste Produktion des Prague National Theatres von Martinůs Juliette, eine polnische Rarität aus der Nationaloper in Warschau - Różyckis Eros und Psyche, und drei Live-Streams: eine Doppelvorstellung von Cavalleria rusticana / Pagliacci der La Monnaie in Brüssel, Aida an der Royal Swedish Opera in Stockholm und Offenbachs Blaubart an der Komischen Oper in Berlin.

Die Vielfalt des Programmes war in den folgenden Monaten ebenso bemerkenswert, einschließlich einiger nennenswerter Höhepunkte: Verdi in bekannter und weniger bekannter Form - La traviata aus Oslo und Il corsaro aus dem Palau de les Arts; zwei Konzerte - Birgit Nilssons 100. Jubiläumskonzert an der Royal Swedish Opera und Rossinis Stabat Mater des Teatro Comunale Bologna; ein neuer Gesangswettbewerb - der Livestream der ersten Ausgabe von Opera Crown - Tbilisi International Voice Competition aus Georgien; eine Familienoper - La Princesse légère von Violeta Cruz der Opéra-Comique in Paris; und sogar ein Weltrekordversuch von 3000 Menschen, die Va pensiero live vom Dach der Norwegan National Opera in Oslo singen.

Das "Live" in diesem Livestreaming war sicherlich ein Faktor für den Erfolg dieser ersten Monate. Die Streams, die live ausgestrahlt wurden - die Mehrheit unseres Programmes - hatten eine bessere Einschaltquote als diejenigen, die als voraufgezeichnete Produktionen gestreamt wurden. Die Partner von OperaVision haben diese Herausforderung angenommen. Einige wurden dabei von nationalen Sendern unterstützt, aber die Mehrheit hat es selbst gelernt - mit Hilfe des Teams von OperaVision (das sich selbst in einer steilen technologische Lernkurve befindet) – haben wir gesehen, dass Livestreaming für alle Opernunternehmen des 21. Jahrhunderts in greifbarer Nähe ist.

All diese Beiträge - von Projektpartnern oder anderen Mitgliedern von Opera Europa - helfen uns, unsere Mediathek zu erweitern und unsere Seite mit Auszügen, Dokumentationen und Interviews mit Künstlern zu füllen...und für viele Zuschauer die Tür zur Oper zu öffnen. Hätten Sie etwas zu zeigen?

Und falls es so scheint, als würde diesem Artikel eine kritische Selbsteinschätzung fehlen, passierte OperaVision in diesen ersten Monaten ein Missgeschick. Ein namenloser Nationalsender schaffte es im April das Signal zu verwechseln; und während die Zuschauer von OperaVision eine Oper erwarteten, mussten sie sich etwa 30 Minuten eine Opern-Talkshow ansehen, bevor das Signal für die Live-Produktion wiederhergestellt werden konnte. Nicht zuletzt waren das für den Projektleiter der Plattform sehr unangenehme 30 Minuten, die hoffentlich nie wiederholt werden, denn OperaVision blickt diesen Sommer auf ein attraktives Programm von Livestreams.