Nach einem Jahr

The Opera Platform feierte ihren ersten Geburtstag am 8. Mai.

Im Mai 2015, bei der Opera Europa Konferenz in Madrid, startete Opera Europas bisher ambitioniertestes Projekt. Es bietet eine Online-Saison europäischer Opern aus 15 seiner Mitglieds-Compagnien aus zwölf Ländern, in Zusammenarbeit mit ARTE und der Europäischen Kommission.

In den relativ unerforschten Gewässern des Opern Livestreaming navigierend, glaubte diese Kooperation zunächst an wenig anderes als an ihr Programm und an die Stärke derer, die daran beteiligt waren.

Ein attraktives Programm und das Engagement der Partner, die einen höchst zugänglichen Streaming-Service zur Verfügung stellten, waren in der Tat das große Kapital dieses Projekts innerhalb der letzten 12 Monate.

Das Programm in diesem Jahr bestand aus 20 Produktionen mit Repertoire aus dem ABC der Oper (Aida, La bohème, Carmen) und weniger bekannten Titeln (Król Roger, Strazny Dwór, Valentina). Diese Produktionen, jede davon ausgesucht, um die künstlerische Stärke eines bestimmten Theaters zu zeigen, wurden aus der gesamten Europäischen Union gestreamt (in chronologischer Reihenfolge): Madrid, London, Helsinki, Riga, Wien, Oslo, Brüssel, Lyon, Turin, Warschau, Berlin, Amsterdam und Stuttgart. Wo außer online kann man so eine reichhaltige Vielfalt von Opernproduktionen umsonst genießen?

Der zweite Faktor für den Erfolg war das Engagement jedes Partners, die Werke unter den besten Bedingungen zu zeigen. Die Mehrzahl der Produktionen wurden live gestreamt, in 6 Sprachen untertitelt, waren für 6 Monate on demand verfügbar und waren angereichert mit einer Reihe von Materialien in Kurzform, die diese Produktionen in einen breiteren Kontext zum Nutzen eines regulären Opernbesuchers als auch für neugierige Erstbesucher setzten.

Wie sonst wäre beispielsweise die Komische Oper in der Lage gewesen, die Premierennacht von Barrie Koskys Neuproduktion von Eugen Onegin auf der Plattform anzubieten? Die Frage, zu der die Partner sich vor einem Jahr noch nicht trauten eine selbstbewusste Einschätzung abzugeben, zielt auf die Zuschauer: Wird The Opera Platform sein Publikum finden? Nun, mit der Hilfe von Statistiken aus 12 Monaten, kann gesagt werden, dass ein großes Publikum auf der ganzen Welt erreicht wurde.

Das Publikum war konstant während der letzten 12 Monate und am größten während Live Streams. Regelmäßig gab es Höhepunkte bei den Zuschauerzahlen, wenn es ein neues Live-Event oder einen neuen Stream gab. Im Anfangsmonat Mai 2015 gab es 4 davon. Die Partner hatten einen großen Anteil daran, die Publikumsströme zu lenken mit Kampagnen zu lenken, wie das zum Beispiel die Polnische Nationaloper im November 2015 tat.

Dreiviertel der Zuschauer kommt aus Europa. Ein gewichtiger Anteil, nämlich 11%, kommt aus Nordamerika. Die Zuschauer aus Europa sind wirklich europäisch und nicht wie bei den nationalen Rundfunkanstalten überwiegend aus einem speziellen Mitgliedsland. Die Anzahl der Zuschauer in jedem Land korreliert mit der Bevölkerungsdichte innerhalb Europas.

Diese Graphik zeigt die Verteilung der Zuschauer innerhalb Europas und spiegelt genau die Demographie Europas wider, mit Ausnahme von Finnland, das eine proportional höhere Anzahl an Zuschauer gemessen an seiner Einwohnerzahl hat. Neben dem mächtigen Google ist Facebook eine der wichtigsten Quellen, um Verkehr auf The Opera Platform zu lenken, gefolgt von ARTE Conert, dem Media Partner des Projekt.

Hochqualitative Presseberichterstattung war ebenfalls dafür verantwortlich, dass große Publikumsmengen die Plattform besuchten. Nicht zuletzt in der New York Times fand das Projekt Erwähnung. Wie zuvor erwähnt spielen auch die Partner Schlüsselrollen für die Publikumsströme: die Websites des Teatro Real und der Finnischen Nationaloper sind unter den Top 10 Quellen für Klicks.

Die Statistiken zeigen also, dass die Besucherzahlen signifikant sind. Was aber wissen wir über das Profil derjenigen, die die Plattform besuchen? An dieser Frage arbeitet Opera Europa. Das Team analysiert derzeit die Ergebnisse einer Publikumsbefragung, die auf der Seite während des letzten Monats durchgeführt wurde.

Diese Kurzanalyse nach dem ersten Jahr gibt der Partnerschaft den Antrieb, The Opera Platform fortzuführen und auszubauen. Mehr Streams aus mehr Theatern in mehr Ländern werden sicherlich neue Dimensionen und Zuschauer für unsere Online-Saison bringen. Bitte kommen Sie zu unserer Session über die Plattform auf der Konferenz in Amsterdam, um mehr herauszufinden.

Die Navigation und Texte auf The Opera Platform sind dreisprachig: English, Französisch und Deutsch. Die englische Version ist die meistbesuchte.